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Neuer Rahmenvertrag mit Gasunie: Bohlen & Doyen für GNIP-Projekt zertifiziert

20.06.2016

Seit Mai 2016 liegt erstmals auch das Detailengineering in der Verantwortung des Bauunternehmens aus Wiesmoor

Bohlen & Doyen freut sich über eine neue Zertifizierung durch die N.V. Niederlandse Gasunie: Das niederländische Unternehmen betreibt ein rund 15.000 Kilometer umfassendes Fernleitungsnetz für Erdgas in Deutschland und den Niederlanden, wobei das niederländische Netz teilweise schon 40 bis 50 Jahre alt ist. Im Rahmen des Gasunie Network Improvement Programme (GNIP) wird es nun erneuert. Für die Bauarbeiten wurden insgesamt nur fünf passende Unternehmen zertifiziert – eines davon ist Bohlen & Doyen aus Wiesmoor. Von den vier Regionen, die das Programm insgesamt umfasst, wurde Bohlen & Doyen für zwei zertifiziert und kann sich nun für die dort ausgeschriebenen Projekte bewerben. In jedem Bereich ist dabei mit zwei bis drei Mitbewerbern zu rechnen.

Insgesamt plant Gasunie in den kommenden 15 bis 20 Jahren die Sanierung von rund 2.800 Absperrsystemen, 80 Mess- und Regelstationen, 1000 Übergabestationen sowie vielen Kilometern Rohrleitungen. Vor allem die Wartung und Instandhaltung der Rohrleitungen, aber auch der Austausch von Ventilen, die Wartung von Übergabestationen sowie Tiefbauarbeiten gehören zu den möglichen Aufgabenbereichen für Bohlen & Doyen. Bereits seit 2010 besteht ein Vertrag über die Erneuerung der Übergabestationen, der noch bis 2018 läuft. Das Besondere bei dem neuen Rahmenvertrag: Erstmals liegt hier auch das Detailengineering in den Händen des Bau- und Dienstleistungsunternehmens. Bisher war es üblich, dass dieser Aspekt von dem Auftraggeber übernommen wird – Bohlen & Doyen fällt somit deutlich mehr Verantwortung zu, als bisher.

Der Rahmenvertrag läuft bereits seit Mai und wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie mit allen zertifizierten Unternehmen offiziell beschlossen. Henk Veenstra, Abteilungsleiter bei Bohlen & Doyen und verantwortlich für die Niederlande, freut sich über das entgegengebrachte Vertrauen: „Bohlen & Doyen ist nun seit circa fünf Jahren in den Niederlanden mit dem Rohrleitungsbau vertreten – es ist schon etwas Besonderes, dass bereits nach so kurzer Zusammenarbeit eine Zertifizierung für ein so großes Projekt vergeben wird“, erklärt er. Gasunie selbst sieht sich dabei nicht nur als Auftraggeber, sondern vielmehr als gleichwertigen Projektpartner auf Augenhöhe. „Hier ziehen alle an einem Strang“, so Henk Veenstra. „Das gestaltet die gemeinsame Arbeit sehr angenehm.“

Neben der zusätzlichen Verantwortung für das Detailengineering sind vor allem der enge Zeitplan sowie die hohen Ansprüche von Gasunie in puncto Arbeitssicherheit die Herausforderungen, denen sich Bohlen & Doyen stellen wird. Um den Gastransport jederzeit zu gewährleisten, werden während der Arbeiten am Gasnetz „Bypässe“ gelegt, die das Gas umleiten. Dennoch ist es bei diesem Projekt besonders wichtig, die gesetzten Termine einzuhalten und die Arbeiten sauber auszuführen.

Seit mehr als 50 Jahren stellt sich Bohlen & Doyen erfolgreich den Herausforderungen im Rohrleitungsbau. Für das anspruchsvolle Projekt in den Niederlanden ist das Unternehmen deshalb mehr als bereit. „Wir sind uns sicher, dass wir allen Anforderungen gerecht werden“, so Veenstra. „Wir freuen uns auf die nächsten Aufträge.“